Vergangenheit der Gemeindeschule Eynatten

Wussten Sie schon, dass sich das erste Eynattener Schulgebäude im Zentrum des Dorfes an der Aachener Straße befand?

Erstes Eynattener Schulgebäude an der Aachener Straße (heutiger Weltladen und Dorfbibliothek)

1934 zog die Schule in den heutigen Altbau, das mittlere Gebäude an der Lichtenbuscher Straße.


Einweihung der Schule am 28.Mai 1934

 

Markante Ereignisse von 1825-1980

1825: In der Eynattener Chronik wurde erstmals von einem Schulwesen gesprochen. Am 1. Oktober 1825 hat der hiesige Organist und Küster Johan Jacob Laschet angefangen, den Unterricht in der Gemeindeschule zu erteilen. Es ist nicht bekannt in welchem Gebäude in Eynatten der Schulunterricht stattfand.

1831: Das Jahr 1831 stand für die Gemeinde Eynatten im Zeichen eines Schulneubaus an der Aachener Straße. Das Gebäude Nr. 8 war bis 1934 sowohl Schule als auch Gemeindehaus. Das Gebäude Nr. 10 wurde erst 1864 erbaut und diente als Wohnung für den Lehrer. Der Schulhof befand sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite (heute Kirchplatz).


Schule an der Aachener Straße.

Gegenüberliegender Schulhof


Nach dem 1. Weltkrieg…

1920: Als nach dem ersten Weltkrieg, im Februar 1920, der erste belgische Hauptlehrer Jean Franck nach Eynatten kam, zählte die hiesige Volksschule drei Klassen.

Schuljahr 1929 mit Hauptlehrer J. Franck

1933: Die erste Elternversammlung fand am 30. Juni im Saal des Hotel Tychon statt. Die Schule wollte durch die Diskussionen in den Elternversammlungen die Familien einander näherbringen.

1934: Die Schule zieht in den heutigen Altbau, das mittlere Gebäude an der Lichtenbuscher Straße.  Das alte Gebäude erwies sich als zu klein; seine Lage unmittelbar an der Hauptverkehrsstraße Eupen-Aachen und an der Kleinbahnhaltestelle war äußerst ungünstig und so beschloss die Gemeindeverwaltung, einen neuen, fünfklassigen Schulneubau an der Lichtenbuscher Straße errichten zu lassen, der am 28. Mai 1934 durch einen Festgottesdienst mit anschließender Feier in der neuen Schule, im Beisein zahlreicher Behördenvertreter, feierlich seiner Bestimmung übergeben wurde.

Einweihung der Schule am 28.Mai 1934

1934: Der Hauptinitiator des Schulneubaus, Jean Franck verstarb bereits am 25. Dezember im Alter von 47 Jahren. Zu seinem Nachfolger wurde der damals in Walhorn tätige Volksschullehrer Joseph Schneiders ernannt, der am 15. September 1935 sein Amt antrat.

Nach dem 2. Weltkrieg…

1945: Nach dem 2. Weltkrieg war die neue Schule durch Kriegseinwirkungen stark beschädigt und auch vorübergehend von amerikanischen Soldaten belegt worden, so dass der Unterricht erst wieder am 5. November 1945 aufgenommen werden konnte. Einige Monate später wurde eine der 4 Klassen auf Antrag des französischsprachigen Teils der Bevölkerung in eine französischsprachige Klasse umgewandelt, die im September 1961 wieder aufgehoben wurde.


Schuljahr 1948 mit Hauptlehrer J. Schneiders

1963:
Am 1. Oktober wurde ein Kindergarten im Gebäude der Eynattener Volksschule eröffnet. Der Kindergarten erfreute sich seit Beginn seines Bestehens einer großen Beliebtheit und regen Zuspruchs, so dass schon drei Jahre später, am 1. September 1966, eine zweite und schließlich am 1. September 1970 eine dritte Klasse hinzukam.

1965: Das 1. Kinderkarnevalsfest für die kleinsten Jecken aus Eynatten wird ins Leben gerufen. Eine Zusammenarbeit einiger Eltern des Dorfes  und der Schule.

1965: Am 2. Oktober 1965 wurde der Schwimmunterricht eingeführt. Dieser Unterricht findet wöchentlich in der Eupener Schwimmhalle statt

1967: Am 13. Januar fand der erste Elternsprechtag statt. Jeder Lehrer empfängt die Eltern einzeln zu einer Aussprache

1967: An einem regnerischen Tag im November führte Lehrer Werner Paulus in der Mittagspause den 8jährigen Norbert Bergmans in die Geheimnisse des „Königlichen Spieles“ ein. Dies war die Geburtsstunde der Eynattener Schachgruppe.

1968: Der Weihnachtsmarkt in der kleinen Turnhalle liegt in der Verantwortlichkeit der Schule. 1967 hatte die Pfarrjugend den Weihnachtsmarkt zum ersten Mal organisiert und seit 1982 übernahmen die Mitarbeiter des Weltladens die Organisation

1968: Die Schul- und Berufsberatung wurde in der Schule eingeführt. Jährlich fand dann im Juni die Besprechung mit den einzelnen Eltern statt.

1968: Am 4. September wurde ein kostenloser Schülertransport in der Schule eingeführt. Durch einen kleinen VW-Bus, den die Gemeinde gekauft hatte, wurden täglich 96 Kinder in 5 Rundfahrten transportiert.

1970: Am 26. Mai wurde der neue Schulkomplex bestehend aus Turnhalle, Kindergarten, Esssaal und Schulklassen eingeweiht.

 1970: Im September wurde die 5-Tage Woche in der Gemeindeschule eingeführt, ohne jedoch die Anzahl Schulstunden zu verringern.

1970: Am 1. September wurde die Schulleitung dem seit Herbst 1964 an der hiesigen Schule tätigen Lehrer Walter Schins übertragen.

1971: Am 12. Februar fand die Wahl des 1. Elternrates statt. Er setzte sich zusammen aus 9 Elternvertreter und 4 beratende Mitglieder.

1971: Am 16. September wurde der Verkauf von Getränken in der Mittagspause eingeführt.

1972: Am 16. April wurde die kunstvolle Madonnenstatue vor dem Kindergarten durch Pfarrer Leo Dederichs gesegnet und eingeweiht. „Unsere Aufgabe – Dein Kind“ war der Grundgedanke der Verantwortlichen der Schul,e als sie der Raerener Künstlerin Frau Hasemeier-Eulenbruch den Auftrag zur Schaffung des Kunstwerkes gaben. Diese Statue, die in einem Blaustein des Steinbruchs Schiffer – Eynatten – fest verankert ist, wurde durch den Verkauf von Bildkarten zum Preise von 15 Bef. finanziert.

1972: Am 2. und 3. Juni wurde ein großes Volksfest zu Gunsten der Gemeindeschulen Eynatten und Lichtenbusch organisiert. Mit dem Verdienst wurde neben anderen Anschaffungen ein größerer Schulbus gekauft.

1977: Der staatliche gemeinsame Schultransport wird aufgezwungen. Jeder Schüler musste nun monatlich Busgeld bezahlen. Die Gemeinden durften keinen eigenen Schülertransport mehr organisieren.

1978: Der Turn- und Musikunterricht wurde durch Fachlehrer erteilt. Der erste Turnlehrer war J. Thunus. Ab 1979 übernahm der Fachlehrer in Turnen, Herr R. Mattar, diesen Unterricht. Den Musikunterricht erteilte Herr K.H. Nussbaum.

1979: Im Mai konnte dank tatkräftiger Unterstützung des Elternrates die Schulküche eingerichtet werden. Von nun an erhielten die Schüler ein warmes Mittagessen zum Preis von 30 F (Getränk inbegriffen). Die Küche wurde versorgt durch Frau Josée Jennes-Köttgen und Frau Cornelis Wollenweber-Jongen.

Foto um 1983. Jeden Tag gibt es leckeres Mittagessen. Guten Appetit!

 

1979: Am 18. Mai organisierte das Lehrerkollegium in enger Zusammenarbeit mit Herrn R. Stahnke von der Missio-Zentrale in Aachen einen Tag der Dritten Welt. (Kinder kochten indische Gerichte, Afrikanische und Asiatische Studenten bastelten mit Kindern)

1979: Im Dezember fand zum ersten Mal während der Weihnachtszeit die Woche der „Guten Tat“ in der Eynattener Schule statt. Die Schüler bringen ein selbsterspartes Opfer mit für die armen und hungernden Kinder der Welt.

1980: Im Schuljahr 1979-1980 fahren die Schüler des 6. Schuljahres zum ersten Mal in Schneeklasse. Die ersten 4X nach Stanzach (Österreich) und im Jahre 1984 erstmalig nach Luttach (Südtirol-Italien).

1980: Die Gemeindeschule von Lichtenbusch fusioniert mit unserer Schule. Walter Schins wird Schulleiter von Lichtenbusch und Eynatten.


Lehrerkollegium 1984

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